Für viele Menschen ist die eigene Immobilie eine wichtige Position in ihrer persönlichen Altersvorsorge. Der erste Schritt in die eigenen vier Wände führt jedoch meistens über einen Bankberater, da nur die Wenigsten das komplette Kapital für Wohneigentum in Eigenleistung aufbringen können. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um das eigene Haus zu finanzieren, leider wird die interessanteste von vielen Beratern gar nicht erst angesprochen. Fremdwährungskredite eignen sich hervorragend zur Finanzierung von Immobilien, solange Sie privat genutzt werden, Gewerbeimmobilien sind leider nicht über Fremdwährungskredite finanzierbar.
Ein Fremdwährungskredit wird – wie der Name bereits sagt – nicht in Euro aufgenommen, sondern in einer fremden Währung. Besonders beliebt sind Kredite in Schweizer oder Japanischer Währung. In diesen beiden Ländern sind die Zinsen für Baugeld schon seit einigen Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau und werden auch von den Staaten bewusst auf diesem Niveau gehalten. Dadurch sind bei einem Fremdwährungskredit weniger Zinsen zu bezahlen, als bei einem vergleichbaren Kredit, der direkt in Euro aufgenommen wird. Allerdings trägt jeder Kreditnehmer ein Währungsrisiko. Während der Laufzeit des Vertrages kann es theoretisch passieren, dass sich der Wert der Währung im Vergleich zum Euro verändert. Sollte der Euro gegenüber der Fremdwährung stärker werden, lohnt sich ein Fremdwährungskredit doppelt, denn dann müssen weniger Euros aufgewendet werden, um die laufenden Raten zu bezahlen. Verliert der Euro aber an Wert, wird der Kredit insgesamt teurer, weil mehr Euros aufgewendet werden müssen. Bei einem Fremdwährungskredit wird die aufgenommene Summe natürlich nicht in der Fremdwährung ausgezahlt, sondern in Euros zum gültigen Umtauschkurs. Auch die Raten, die an die Bank gezahlt werden, müssen nicht in der Fremdwährung geleistet werden, sie werden ebenfalls in Euro bezahlt. Die Bank führt lediglich ein Kreditkonto in der Fremdwährung.
Um an einen Fremdwährungskredit zu gelangen sind aber einige Voraussetzungen zu erfüllen, damit die Finanzierung auch wirklich klappt. Es muss auf jeden Fall ein Eigenkapital von mindestens 30% vorhanden sein, bei individueller Verhandlung reichen unter Umständen auch 20%. Bereits vorhandenes Wohneigentum wird allerdings auch als Eigenkapital akzeptiert. Wie bereits erwähnt, darf die Immobilie auch nur für private Zwecke genutzt werden, allerdings ist eine Vermietung an andere Privatpersonen möglich und nicht verboten. Ein Fremdwährungskredit eignet sich also nicht für jeden potentiellen Hauseigentümer, wenn nicht ein gewisses Grundkapital vorhanden ist, wird keine Bank einen Fremdwährungskredit gewähren. Der Kreditnehmer sollte sich außerdem gut umsehen, lange nicht alle Banken bieten Fremdwährungskredite an, lediglich in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern nimmt die Verbreitung von Anbietern langsam zu.
Empfehlung: Rechtsschutzversicherung