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Die eigenen vier Wände wünschen sich die meisten Menschen, aber nur wenige können die Kosten dafür bestreiten, ohne eine Immobilienfinanzierung in Anspruch zu nehmen. Wenn eine Immobilienfinanzierung notwendig wird, gibt es für den potentiellen Kreditnehmer verschiedene Möglichkeiten, die er wahrnehmen kann. Er kann einen konventionellen Immobilienkredit aufnehmen, entweder als Annuitätendarlehen, als Tilgungsdarlehen oder als endfälliges Darlehen. Außerdem kann er einen Fremdwährungsdarlehen aufnehmen oder einen Bausparvertrag abschließen, bei dem erst eine gewisse Menge Kapital angespart werden muss, bevor der Rest als Darlehen gewährt wird.

Der konventionelle Immobilienkredit teilt sich in drei Unterarten auf, die jeweils unterschiedliche Rückzahlungsmodalitäten beschreiben. Bei einem Annuitätendarlehen muss jedes Jahr derselbe Betrag an die Bank gezahlt werden, allerdings unterscheiden sich die Anteile von Zins- und Tilgungszahlung. In den ersten Jahren der Kreditlaufzeit wird ein relativ hoher Anteil Zinsen und nur ein vergleichsweise geringer Anteil an Tilgung gezahlt. So ist die Rate zwar jedes Jahr dieselbe, dafür können nach einem Jahrzehnt Laufzeit immer noch 80% oder mehr der gesamten Kreditsumme übrig sein. Bei einem Tilgungsdarlehen wird jedes Jahr ein fester Beitrag der Kreditsumme getilgt, die Zinszahlungen kommen zusätzlich dazu. Daher liegen die Zahlungen in den ersten Jahren höher, da mehr Zinsen anfallen. Die monatliche Belastung für den Kreditnehmer sinkt mit zunehmender Laufzeit des Vertrages. Bei einem endfälligen Darlehen muss der Kreditnehmer über die gesamte Laufzeit des Kreditvertrags nur die Zinsen für die Kreditsumme bezahlen, am Ende der Laufzeit muss aber die komplette Summe auf einmal zurückgezahlt werden. Das lohnt sich nur, wenn während der Laufzeit die Summe angespart wird, damit der Kredit auch bedient werden kann.

Bei einem Fremdwährungsdarlehen nimmt der Kreditnehmer die Summe in einer fremden Währung auf (meistens Schweizer Franken oder japanische Yen). Die Kreditsumme wird in Euro ausgezahlt, auch die monatlichen Raten werden in Euro an die Bank geleistet, das Kreditkonto wird aber in der Fremdwährung geführt. Das Risiko von Währungsschwankungen trägt der Kreditnehmer, so dass ein Fremdwährungskredit unter Umständen teurer werden kann, als zunächst geplant war. Die letzte Variante zur Immobilienfinanzierung ist der Bausparvertrag. In diesen muss der Bausparer zunächst eine gewisse Summe Kapital einzahlen, bis der Vertrag zuteilungsreif wird. Die Differenz zwischen der Bausparsumme und dem angesparten Kapital wird dem Bausparer als besonders günstiger Kredit gewährt. Dafür ist der Bausparvertrag relativ unflexibel, weil bis zu drei Monate vergehen können, bis der Vertrag zuteilungsreif ist. Daher lohnt sich ein Bausparvertrag nicht für zeitkritische Finanzierungen.