Ist die erste Hürde in die eigenen vier Wände genommen und steht die Finanzierung für das Haus beginnt auch schon bald die Abzahlung des aufgenommenen Darlehens. Je nachdem, für welche Zinsbindung man sich entschieden hat, dauert es einen gewissen Zeitraum, bis der Kreditvertrag ausläuft und neu verhandelt werden muss. Immer wenn die Zinsbindung ausläuft, hat der Kreditnehmer die Möglichkeit, bei seinem alten Kreditinstitut zu bleiben oder aber eine andere Bank zu suchen, die unter Umständen bessere Konditionen anbieten kann als die alte. Es lohnt sich auf jeden Fall, Alternativangebote einzuholen, der Kreditmarkt unterliegt ständigen Veränderungen und der vor einigen Jahren noch sehr günstige Anbieter kann inzwischen zu den teuersten auf dem Markt gehören.
Auch die Wahl der Darlehensform lässt sich bei einer Umschuldung neu auswählen. Wenn die Finanzierung vorher über einen normalen Hypothekenkredit lief, kann es sich nach einiger Zeit durchaus lohnen, die Finanzierung auf ein Fremdwährungsdarlehen umzustellen, gerade wenn bereits mindestens 30% des Hauses oder der Wohnung abgezahlt sind und damit die Bedingungen für ein solches Darlehen erfüllt sind. Ein Fremdwährungskredit ist im Idealfall um einiges günstiger als ein klassischer Immobilienkredit, auch wenn das Risiko im Verhältnis natürlich etwas höher ist. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Fremdwährungsdarlehen draufzuzahlen ist allerdings verschwindend gering, da die Fremdwährungen meisten sehr stabil sind und sich kaum Veränderungen gegenüber dem Euro ergeben werden.
Aber nicht nur im Bereich der Wohneigentumsfinanzierungen lohnt sich eine Umschuldung, sie macht praktisch in allen Bereichen Sinn, in denen sich Kredite aufnehmen lassen. Viele Menschen nehmen mehrere Kredite nebeneinander auf, einen für das neue Auto, einen für den neuen Fernseher und dazu kommt noch der Dispokredit auf dem Girokonto. Gerade wenn der Dispositionskredit über einen längeren Zeitraum nicht ausgeglichen werden kann, lohnt sich die Umschuldung in ein festes Darlehen, dass mit fixen monatlichen Raten zurückgezahlt werden kann. Da ein Dispositionskredit komplett ohne Sicherheiten gewährt wird, liegen auch die Zinsen dafür in einem ziemlich hohen Bereich, je nach Bank zwischen knapp 8 und 15%. Mit einer Umschuldung zu einem Ratenkredit kann der Kreditnehmer einiges an Zinsen einsparen, vor allem wenn auch noch andere Kredite mit dem Ratenkredit abgelöst werden können. Zusätzlich spart der Kreditnehmer auch noch eventuelle Bearbeitungsgebühren für die laufenden Kredite und hat nur noch Verbindlichkeiten gegenüber einem einzigen Gläubiger. Nicht alle Kredite lassen sich allerdings komplett ablösen, ohne das Vorfälligkeitszinsen oder andere Gebühren fällig werden. Daher sollte genau durchgerechnet werden, ob die vorzeitige Ablösung sinnvoll ist und die Zinsunterschiede so gravierend sind, dass die Vorfälligkeitszinsen wieder ausgeglichen werden.